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Eine kleine Möbel-Stilkunde

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Foto: Deutsches Lackinstitut

Anhand signifikanter Elemente lässt sich feststellen, welcher Stilepoche ein Möbelstück zuzuordnen ist. Wir stellen Ihnen einige wichtige Möbelstile und deren Erkennungsmerkmale vor.

Barock (circa 1600-1720)
Diese Kunstform entstand während des Absolutismus, Adel und Großbürgertum demonstrierten ihren Reichtum nicht zuletzt durch ihren Einrichtungsstil. Wertvolle Materialien und üppige Dekorationen sind kennzeichnend für die Möbel dieser Zeit.

Rokoko (circa 1720-1770)
Diese Stilepoche stand noch unter dem Einfluss der Barockzeit, allerdings zeichneten sich die Möbel durch eine zierlichere Form aus.

Biedermeier (circa 1800-1840)
Im 19. Jahrhundert kam der Biedermeier-Stil auf, eine Kultur des Bürgertums, die vor allem mit der Innenarchitektur in Verbindung gebracht wird. Gesellschaftliche und politische Umbrüche in dieser Zeit führten zu einem Rückzug in die häusliche Umgebung.

Jugendstil (circa 1880-1915)
Diese Stilrichtung entstand aus dem Protest gegen den zu dieser Zeit weit verbreiteten Historismus (Neogotik, Neobarock). Das Aufkommen der industriellen Massenfertigung ließ eine Aufbruchstimmung entstehen, in einer sich schnell verändernden Welt suchte man nach einer neuen Identität.

Art déco (circa 1919-1940)
Bestimmend für den Art déco-Stil sind vor allem geometrische Formen und Dekors, exotische Materialien und Handwerkstechniken. Einfluss auf die Entwürfe hatten beispielsweise der Kubismus und die Entdeckung des Grabes von Tutanchamun.

Klassische Moderne (circa 1925-1945)
In den 20er Jahren des vorigen Jahrhunderts wurden bisherige Werte und Lebensformen auf den Prüfstand gestellt. Dies hatte auch Auswirkungen auf das Möbeldesign. Funktionalität stand nun an erster Stelle, neue Techniken und Materialien ermöglichten eine preisgünstige maschinelle Fertigung.

Nachkriegsdesign (circa 1945-1970)
Der Optimismus der Wirtschaftswunderzeit beeinflusste auch das Möbeldesign. Möbel wurden bunter, die Formen spielerischer. Möglich machten dies nicht zuletzt neue Werkstoffe und Produktionsverfahren.

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