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Sommer, Sonne, Sonnenschutz

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Foto: so-min kang-panthermedia

Bei strahlendem Wetter und herrlichem Sonnenschein zieht es uns nach draußen. Dort locken Freibad, Baggersee oder das Sonnenbad auf Terrasse oder Balkon. Doch aufgepasst: Die Kraft der Sonne ist nicht zu unterschätzen. Das weiß auch Nina Ruge – im Interview gibt sie uns wertvolle Tipps (siehe unten).

Sonne tut gut – der Seele, dem Kreislauf und den Abwehrkräften. Und: Sonnenstrahlen sind Voraussetzung für starke Knochen, denn sie regen unsere Haut an, Vitamin D zu bilden. Allerdings reichen dafür wenige Minuten Sonnenlicht pro Tag – auf Gesicht und Handrücken.

Wer’s übertreibt, bekommt die Kehrseite der Medaille zu spüren: Sonnenbrand, frühzeitige Hautalterung und im schlimmsten Fall Hautkrebs. Befiel die Krankheit früher hauptsächlich über 60-Jährige, sind inzwischen immer jüngere Menschen betroffen.

Bräune um jeden Preis?

Gut eingecremt, wiegt man sich in Sicherheit. „Doch Sonnencremes schützen zwar vor Sonnenbrand, nicht aber vor Hautkrebs”, warnt die Deutsche Krebshilfe. Bisher galten lediglich die UVB-Strahlen der Sonne als krebserregend. Sie verursachen den Sonnenbrand und können die Erbsubstanz der Zellen nachhaltig schädigen. Auf das Konto der vermeintlich harmloseren UVA-Strahlen ging lediglich eine beschleunigte Hautalterung.
Neuere Studien belegen jedoch, dass auch sie das Krebsrisiko erhöhen. Das Problem: Der Lichtschutzfaktor auf Sonnencremes bezieht sich in der Regel auf UVB. Für die UVA-Strahlen gibt es noch keine verbindliche EU-Norm. Einen Hinweis auf guten UVA-Schutz geben Cremes mit dem Aufdruck „Australischer Standard”.

Sicher sonnen: die Spielregeln

„Genschäden in den Hautzellen beginnen bereits, bevor ein Sonnenbrand entsteht”, warnt die Deutsche Krebshilfe. Experten empfehlen daher, den Lichtschutzfaktor einer Creme nur zu zwei Dritteln auszuschöpfen. Ein Beispiel: Faktor 20 bedeutet zum Beispiel, dass sich der Eigenschutz der Haut um das 20-Fache erhöht. Bei hellhäutigen Menschen liegt der Eigenschutz bei 5–10 Minuten. Das heißt, sie sollten statt maximal 200 Minuten (also gute drei Stunden), besser nur 130 Minuten (also gute zwei Stunden) eingecremt in der Sonne bleiben.

Auch die Fernseh-Journalistin Nina Ruge hat sich mit Sonnenschutz und gesunder Haut beschäftigt. Im Interview verrät sie uns nicht nur Tipps zum Sonnenbaden.

Nina Ruge:
„80 Prozent der Hautalterung verdanken wir den UV-Strahlen. Sparen Sie also nicht an der Sonnencreme. Um den ganzen Körper einzucremen, braucht man etwa 30 ml Creme. Eine Tube mit 250 ml reicht bei zweimal Cremen pro Tag also nur etwa viereinhalb Tage! Übrigens: Wer bereits mehrere Monate vor dem Sonnenurlaub reichlich getrocknete Aprikosen, rosa Grapefruits, Karotten, Lachs, Melonen und Tomatenmark isst, hilft der Haut beim Aufbau einer Sonnenbarriere.”

Worauf legen Sie noch großen Wert, um Ihre Haut gesund zu halten, Stichwort Hautkrebs-Prophylaxe?

Nina Ruge:
„Meine Mutter war an schwarzem Hautkrebs erkrankt und hat mich sehr früh für das Thema sensibilisiert. Also lasse ich einmal pro Jahr vom Hautarzt mit einem Spezialgerät sämtliche Pigmentflecken abfotografieren und mit den Fotos vom Vorjahr vergleichen.”

Gab es bisher Grund zur Besorgnis?

Nina Ruge:
„Gott sei Dank war der Befund bei mir immer unauffällig. Allerdings habe ich mir schon einige Pigmentflecken operativ entfernen lassen, und zwar an Körperstellen, die stark mechanisch gereizt werden und damit einen Pigmentfleck ins Bösartige umschlagen lassen könnten. Zum Beispiel unter der Fußsohle und in Höhe des Hosenbunds.”

Foto: OBS/Hubert Burda Media

Auch im Schatten sollten Sie nicht auf Sonnenschutzmittel verzichten. UV-Strahlen gelangen durch die Reflexion von Büschen oder Wänden von allen Seiten her auf den Körper. Unter einem Sonnenschirm bekommen Sie noch zirka 60 Prozent der UV-Strahlung ab. Auch Wolken sind kein Freischein, eine dünne Decke schirmt die UV-Strahlen nur bis zu 10 Prozent ab.

Zweite Haut: Kleidung mit UV-Schutz

Wer keine Lust aufs Cremen hat, dem bleibt der Schutz durch Kleidung. Nichts schützt besser vor der Sonne als dicht gewebte, dunkle Stoffe. Das weiße Baumwoll-Shirt ist zwar beliebt, schneidet aber hinsichtlich UV-Schutz am schlechtesten ab. Spitzenreiter ist Polyester – am besten in leuchtenden Ampelfarben.

Doch einmal zu viel Sonne abbekommen? Folgende Tipps helfen:

Bei schweren Fällen mit Blasenbildung und offener Haut sollten Sie allerdings unbedingt einen Arzt aufsuchen!