Heißkaltes Vergnügen: Jungbrunnen Sauna

- Foto: Klafs
Regelmäßige Saunagänge entspannen und härten gleichzeitig ab – kein Wunder, dass das heiß-kalte Baderitual bei den Deutschen so beliebt ist. Nach Finnland gibt es hierzulande die meisten Anhänger. Hier bekommen Sie Tipps, wie Sie Genuss und Gesundheit optimal vereinbaren.
Vor dem Saunieren
- Machen Sie sich weder mit vollem Magen noch abgehetzt ans Schwitzen. Sonst kann Ihnen leicht übel werden. Kalte Füße sollten Sie in einem Fußbad erwärmen.
- Seifen Sie sich vor dem Saunabad unter der Dusche gründlich ab, damit sich die Hautporen öffnen. Beim Schwitzen können so Schadstoffe umso besser aus dem Körper entweichen. Nach dem Duschen abtrocknen, weil trockene Haut schneller schwitzt.
Wer sich prinzipiell schwer mit dem Schwitzen tut, sollte vor dem Saunieren ein warmes Fußbad nehmen, das die Blutgefäße der gesamten Haut erweitert.
Nie mit kalten Füßen in die Sauna gehen, nehmen Sie vorher ein warmes Fußbad. Foto: B+S
Beim Saunabad
- Die Wärme, die von den heißen Holzflächen der Sauna und vom Ofen abstrahlt, soll ungehindert auf den Körper treffen. Deshalb wird völlig unbekleidet geschwitzt. Badekleidung hält den Schweiß am Körper und hemmt die Verdunstung.
- Legen oder setzen Sie sich entspannt auf die mittlere oder obere Schiene. Am besten mit angewinkelten Beinen, damit auch die Füße der gleich hohen Temperatur ausgesetzt sind wie der Rest des Körpers.
- Saunaexperten empfehlen, so lange in der Sauna zu verweilen, bis das Gefühl eintritt: „Jetzt habe ich genug von der Wärme und freue mich auf kaltes Wasser.” Ob Sie dagegen schon richtig geschwitzt haben, ist zweitrangig. Je nach persönlichem Wohlbefinden schwankt die Zeitspanne zwischen 8 und 15 Minuten.
- Bevor Sie die Sauna verlassen, sollten Sie sich aufsetzen – wie auf einem Stuhl, damit sich der Blutkreislauf wieder anpasst. Sonst kann es zu Schwindelgefühlen kommen.
Nach dem Saunagang
- Der erste Weg sollte Sie an die frische Luft führen, denn der Körper braucht jetzt dringend Sauerstoff. Wenn kein Freigang möglich ist, Fenster öffnen! Atmen Sie ruhig ein und kräftig aus, und gehen Sie dabei auf und ab.
Noch bevor Sie frösteln, sind kalte Wassergüsse an der Reihe. Im Optimalfall geschieht dies von herzfern (Füße, Beine, Hände, Arme) zum Herzen hin. Wer möchte, wagt danach noch einen Gang ins Tauchbecken. Die Kälte bewirkt, dass sich die Blutgefäße sofort wieder verengen. Dieses Gefäßtraining härtet den Körper ab und lässt ihn den Wechsel zwischen geheizten Räumen und kalten Außentemperaturen besser verkraften. (Foto: Klafs)
- Nach der Sauna sollten Sie weder Duschgel noch Seife verwenden, da der Säureschutzmantel der Haut angegriffen wird.
- Ebenso wichtig: die Flüssigkeitsverluste ausgleichen. Trinken Sie mindestens einen Liter Mineralwasser oder stark verdünnte Fruchtsäfte.
Wieviele Saunagänge?
Anfänger haben oft schon mit zwei Saunagängen genug, Geübte machen gerne drei Saunagänge. Mehr als drei Wiederholungen bringen keinen höheren gesundheitlichen Nutzen – im Gegenteil, sie ermüden den Körper.
Normalerweise sollten Sie sich nach dem Saunabad keinesfalls erschöpft fühlen, sondern fühlbar erfrischt. Erst einige Zeit später stellt sich eine natürliche Müdigkeit ein, die zu einer sehr erholsamen Nachtruhe führt.
Tipp: Etwa eine Woche halten die positiven Wirkungen des Saunabads an. Wer also regelmäßig einmal wöchentlich eine Schwitzkur vornimmt, ist bestens vor Schnupfen oder Grippe geschützt.
Falls Sie zu Hause eine Sauna einbauen möchten, finden Sie bei der Gütegemeinschaft Saunabau und Dampfbad e.V. wertvolle Tipps.
In unserem PDF-Download „Sauna-Einbau zu Hause” haben wir die wichtigsten Infos für Sie zusammengefasst:

