Heizkörper für alternative Energiequellen

- Foto: Danfoss
Geschafft! Sie haben Außendämmung und Heizungstechnik auf den neuesten Stand gebracht und profitieren ab sofort von Energie aus Sonne, Luft, Erde oder Wasser. Die Frage stellt sich, ob Ihre Heizkörper für das neue System noch geeignet sind oder ausgetauscht werden müssen.
Ideale Partner für alternative Technologien sind Flächenheizungen, wie Fußboden- und Wandheizung, denn sie arbeiten mit Vorlauftemperaturen bis 35 Grad. Wer sie bereits hat, ist fein heraus. Wer sie nachträglich einbauen möchte, braucht Raumhöhe für den konstruktiven Aufbau. Türen, Futter und Bekleidung müssen gekürzt werden.
Idealfall Flächenheizung
Bei der Einbauvariante „Nassverlegen der Heizrohre in den Estrich” rät der Fachmann zu einer Zementestrich-Überdeckung von 4,5 Zentimetern. Bei Fließestrichen muss abhängig vom Fußbodenheizungssystem von Fall zu Fall über die Höhe der Abdeckung entschieden werden. Bei Trockenverlegung in Hartschaumplatten und Folie wird die Aufbauhöhe zwar geringer, dafür steigen die Kosten.
Wichtig in Verbindung mit der Fußbodenheizung ist der Bodenbelag. Fliesen und Naturstein sind optimal, Fertigparkett muss mit dem Siegel „Für Fußbodenheizung geeignet” gekennzeichnet sein. Von Teppichböden ist generell abzuraten.
Die Wandflächenheizung ist für den nachträglichen Einbau unproblematischer. Aber auch hier darf die Wärmeabstrahlung nicht behindert werden. Also die Wand nicht durch Möbel zustellen!
Wenn die alten Heizkörper bleiben sollen
Auch das ist möglich. Allerdings ist zu prüfen, ob die vorhandenen Heizkörpergrößen ausreichen. Der Grund: Alte Heizungssysteme arbeiten mit Vorlauftemperaturen um 75 Grad. Bei diesen hohen Temperaturen reichen relativ kleine Abgabeflächen. Zwar können auch moderne Wärmepumpen diese Temperatur erreichen, allerdings um den Preis eines verminderten Wirkungsgrades. Richtig ist dann, die Heizkörperfläche zu vergrößern. Generell sollte die Vorlauftemperatur bei Wärmepumpen 50 Grad nicht überschreiten. Nicht geeignet für eine Umrüstung sind Fußleistenheizungen, da ihre schlanken Konvektoren generell mit hohen Vorlauftemperaturen arbeiten müssen.
Heizkörper austauschen
Ist die Vergrößerung der Heizfläche nicht möglich, müssen die Heizkörper ausgetauscht werden. Zur Wahl stehen verschiedene Rippenheizkörper aus Guss beziehungsweise Stahl oder Flächenheizkörper. Rippenheizkörper erzielen bei Niedertemperatur bis zu 45 Prozent Leistung. Moderner und effizienter sind Plattenheizkörper. Die gibt es ein- und mehrlagig. Bereits einlagig sind Wärmeanteile bis 60 Prozent möglich. Zwischengelagerte Bleche können die Wärmeleistung noch steigern.
