Schlaraffenland im Garten: Beerensträucher pflanzen

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Beeren schmecken nicht nur lecker, sondern stecken voller gesunder Inhaltsstoffe. Was liegt also näher, als sich die kleinen Powerpakete in den Garten zu holen!
Die saftigen Früchtchen zeigen sich sehr vielseitig: von der flach wachsenden Walderdbeere über niedrige Sträucher wie Blaubeeren bis zu Brombeeren, deren Ruten meterlang werden können. Selbst wer nur einen Balkon zur Verfügung hat, muss nicht aufs leckere Erntevergnügen verzichten: Johannisbeeren und Stachelbeeren gibt es in Stämmchenform, die prächtig im Kübel gedeihen und auch im Beet niemandem den Platz streitig machen. Sie können mit Monats-Erdbeeren, Stauden oder Sommerblumen unterpflanzt werden.
Gute Startbedingungen
Die beste Pflanzzeit ist im Herbst. Dann können die Beerensträucher noch vor dem Winter einwurzeln und haben einen Entwicklungsvorsprung vor den im Frühjahr gepflanzten Gehölzen. Diese Termine gelten vor allem für wurzelnackte Ware, also Gehölze ohne Erdballen. Damit sie gut anwachsen, müssen sie vor dem Pflanzen eingekürzt werden. Sträucher in Topf oder Container können ganzjährig gepflanzt werden, solange der Boden nicht gefroren ist. Sie brauchen keinen Pflanzschnitt. Nachteil: Containerware ist teurer als wurzelnackte.
Allen Beerensträuchern gemeinsam ist eine Vorliebe für sonnige, windgeschützte Plätze. Je sonniger der Standort, desto größer der Vitamingehalt der Früchte und desto intensiver das Aroma.
Der Boden sollte locker und gut mit Kompost versorgt sein. Auf schweren, lehmigen Böden vergreisen sie bald. Geben Sie eine gute Portion Kompost mit ins Pflanzloch und halten Sie Abstand. Steht Beerenobst nämlich zu eng, tritt vor allem in verregneten Sommern oft Grauschimmel auf. Lichten Sie die Sträucher (siehe unten) auch immer wieder gut aus, damit Blüten und Früchte nach Regenschauern schnell abtrocknen können.
So bleiben die Sträucher fit
Wenn Sie Ihren Beerensträuchern etwas Gutes tun möchten, breiten sie eine Mulchdecke aus angetrocknetem Rasenschnitt, kurzem Stroh oder verrottetem Stallmist, etwa 10 bis 15 Zentimeter hoch, um die Pflanzen aus. Vorteil: Unkrautwuchs wird eingedämmt, der Boden bleibt feinkrümelig und gleichmäßig feucht. Da die meisten Beerensträucher Flachwurzler sind, sollten Sie aufs Hacken verzichten, um die Wurzeln nicht zu beschädigen.
Heidelbeeren, auch Blaubeeren genannt, hegen eine Vorliebe für sauren Boden. Setzen Sie sie daher in Rhododendron-Erde. Besonders anspruchslos sind Brombeeren, die wie Himbeeren an Spalieren gezogen werden. Inzwischen gibt es stachellose Sorten, die auch für zarte Kinderhände unproblematisch sind. Auch die neuen Stachelbeersorten zeigen sich weitaus weniger kratzbürstig. Die Walderdbeere gedeiht mit Vorliebe im lichten Schatten unter und vor locker stehenden Gehölzen, wo sie schnell dichte Teppiche bildet – ein exzellenter Bodendecker.
