Kräuterbeet im Garten anlegen

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Beetplanung
Gestalt und Größe eines Kräutergartens richten sich allein nach den Wünschen des Gärtners. Bewährt hat sich jedoch die Aufteilung in kleine Beete, in denen Sie die Kräuter übersichtlich anordnen und ihren Ansprüchen gemäß gruppieren können. Die wild-natürliche Anmutung der Kräuter können kompakt geschnittene Buchshecken in Zaum halten. Kleine Wege zwischen den Beeten aus Kies, Pflastersteinen oder Rindenmulch erleichtern Ernte und Pflege.
Trittverträgliche Kräuter wie Thymian können Sie auch zwischen sporadisch begangenen Pflasterfugen ansiedeln. Häufige Tritte nimmt er jedoch übel.Ein schöner Blickfang ist eine Kräuterspirale. Hier findet jedes Kraut das passende Umfeld. Für Sonnenanbeter eignet sich der trockene, exponierte Gipfel. Nach unten zu werden die Verhältnisse immer nährstoffreicher und feuchter.
Für eine Kräuterspirale ist selbst im kleinsten Garten Platz. Foto: PdM
Standortwahl
Die meisten Kräuter wie Rosmarin, Lavendel, Thymian, Oregano, Salbei und Ysop stammen aus südlichen Gefilden. Deshalb brauchen sie viel Licht und Wärme zum Gedeihen. Sie fühlen sich unter asketischen Bedingungen am wohlsten: Der Boden muss wasserdurchlässig und nährstoffarm sein. Schwere, lehmige Erde sollten Sie vorab mit Sand auflockern oder eine Dränageschicht aus Kies einarbeiten. In Nachbarschaft zu Steinen profitieren die Würzlinge von der wärmespeichernden Wirkung, deshalb sind sie auch die ideale Besetzung für den Steingarten.
Unsere heimischen Kräuter wie Pfefferminze, Sauerampfer und Kümmel lieben etwas nährstoffreichere, feuchtere Bedingungen. Sie vertragen auch einige Stunden Schatten pro Tag.
Leichte Kost
Regelmäßige Kompostgaben sind das Erfolgsrezept für Ihren Kräutergarten. Arbeiten Sie im Frühjahr eine 2 bis 3 Zentimeter dicke Schicht in den Boden ein. Das Nährstoffdepot ist damit ausreichend gefüllt. Mit Dünger sollten Sie sparsam umgehen. Auf sehr armen, sandigen Böden oder bei starkwüchsigen Pflanzen kann eine gelegentliche Düngergabe angebracht sein. Gut geeignet sind organische Dünger wie Hornspäne, die ihre Nährstoffe nur sehr langsam freisetzen.
Auf gute Nachbarschaft
Manche Pflanzen können sich schlicht nicht „riechen”. Pfefferminze und Kamille oder Kümmel und Fenchel behindern sich beispielsweise gegenseitig in ihrer Entwicklung. Setzen Sie auch nicht zwei stark riechende Pflanzen nebeneinander, damit kein unangenehmer Duftcocktail entsteht.
Auch beim Gemüse gibt es Kombinationen, die sich gegenseitig fördern (PDF-Download unten).
Kräuter ernten und trocknen
Die beste Zeit, Kräuter zu ernten, ist der späte Morgen. In der Tageshitze verlieren die Kräuter deutlich an Aroma, der Morgentau sollte jedoch schon abgetrocknet sein. Jedes Kraut hat seinen eigenen Höhepunkt an Reife. Der Gehalt an Aroma und wertvollen Inhaltsstoffen ist dann am größten. Die meisten Kräuter werden kurz vor der Blüte geerntet. Lavendel, Oregano und Thymian bilden eine Ausnahme von dieser Regel: Sie schmecken im aufgeblühten Zustand am besten.
Binden Sie geerntete Kräuter zu lockeren Bündeln zusammen. Foto: Team5-fotolia.com
Wer Kräuter trocknen möchte, hängt sie einfach kopfüber in locker gebundenen Sträußen auf – an einen schattigen, luftigen Ort. Sobald die trockenen Blätter zwischen den Fingern zerbröseln, füllt man sie in dunkle, luftdichte Behälter.
