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Kompost: beste Nahrung für Beete und Rasen

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Foto: Neudorff

Warum kompostieren?

Als braunes Gold wird Komposterde gerne bezeichnet – zu Recht: Die Erde, die aus Bioabfällen entsteht, ist feinkrümelig, humus- und nährstoffreich und kann gut Wasser speichern. Wer regelmäßig Kompost in die Erde einarbeitet, liefert seinen Pflanzen beste Wachstumsbedingungen.

Was darf auf den Kompost?

In größeren Mengen:

Nur in kleinen Mengen:

Überhaupt nicht:

Je vielfältiger das kompostierte Material, desto ausgewogener die Nährstoffe und desto besser gedeihen später die Pflanzen.
Foto: S.Khmelnitskiy-Dreamstime.com

So legen Sie einen Komposthaufen an

  1. Haufen oder Behälter? Es liegt ganz in Ihrem Ermessen, ob Sie die Gartenabfälle auf einem Haufen (sogenannte Mieten) oder in einem Behälter (sogenannte Komposter) sammeln möchten. Letztere haben den Vorteil, dass der Platzbedarf geringer ist und die Abfälle kaschiert sind.
  2. Standort: Der optimale Platz für den Komposthaufen ist im Halbschatten, zum Beispiel unter dem lichten Blätterdach eines Baumes. Hier bekommt das aufgeschichtete Material nicht zu viel Sonne ab, trocknet also nicht zu schnell aus. Gleichzeitig sind offene Behälter oder Haufen unter dem Baumdach vor Regen geschützt. Zu viele Niederschläge können Nährstoffe auswaschen. Alternative: Decken Sie den Kompost mit einem Vlies oder einem Deckel ab.
    Drumherum sollten Sie genügend Platz zum Werkeln haben. Auch ist es angenehm, wenn ein Weg zum Kompost führt, damit Sie trockenen Fußes ihre Abfälle entsorgen können.
  3. Zeitpunkt: Außer in Frostzeiten können Sie das ganze Jahr über mit dem Anlegen von Kompost starten. Ein günstiger Zeitpunkt ist im Herbst, weil hier besonders viele Gartenabfälle anfallen.
  4. Schichtarbeit: Die unterste Schicht im Kompost sollte Bodenkontakt haben, damit die Mikroorganismen einziehen können. Außerdem sollte sie aus grobem, strukturstabilem Material wie Gehölzhäcksel, Rindenmulch oder Stroh bestehen. Dieses garantiert auch an der Basis des Komposts den nötigen Luftaustausch, und Niederschlagswasser kann abfließen, ohne sich zu stauen. Darüber schichten Sie die Abfälle: in einer ausgewogenen Mischung aus nährstoffarmem, trockenem Material (verholzte Staudenstängel, zerkleinerte Äste) und nährstoffreichem, feuchtem Material (Gemüsereste, frisches Gras).

Tipp:
Wer das Material vor der Kompostierung zerkleinert, hilft den Mikroorganismen bei ihrer Arbeit. Laub und weiche Staudenstängel können Sie dünn auf dem Rasen ausbreiten und mit dem Mäher bearbeiten. Äste und verholzte Pflanzenteile bekommen Sie mit der Gartenschere oder bei größeren Mengen mit einem Häcksler klein. Foto: J.Witte-Dreamstime.com

Was passiert während der Reife?

Während des Rotteprozesses arbeiten Regenwürmer und Mikroorganismen auf Hochtouren, um die organische Substanz in ihre Bestandteile zu zerlegen – erkennbar auch an den warmen Temperaturen, die im Inneren der Kompostmiete herrschen. Wer möchte, kann den Vorgang mit Kompostbeschleuniger (Fachhandel) vorantreiben. Auch ein Umsetzen des Komposts kurbelt die Prozesse an: dabei gelangen die kühleren Randzonen ins Innere und die bereits verrottete Mitte nach außen.

Wann ist der Kompost erntereif?

Bei offenen Mieten hat es sich bewährt, die neuen Abfälle hinten anzuhäufen, um vorne den fertigen Kompost zu ernten. In Kompostbehältern liegen die frischen Materialien obenauf, der fertige Kompost wird unten über eine Klappe o.ä, entnommen.

Kompost können Sie auf nahezu allen Beeten und Grünflächen im Garten ausbringen. Ausnahme: Moorbeetpflanzen wie Rhododendron.
Foto: Ian Nixon-Dreamstime.com


 

 

Nach drei bis sechs Monaten können Sie bereits Frischkompost entnehmen. Das noch nicht vollständig verrottete Material eignet sich prima zum Ausbringen auf Beeten (Mulchen) – auch über den Winter. Es bleibt obenauf liegen und wird nicht eingearbeitet. Die Mulchschicht schützt den Boden davor auszutrocknen, regt das Bodenleben an und unterdrückt Unkraut.
Reifkompost erhalten Sie nach etwa neun Monaten bis einem Jahr. Er wird als Dünger im Frühjahr oberflächlich in den Boden eingearbeitet und verbessert die Bodenstruktur nachhaltig. Vorsicht: Auch mit Kompost kann überdüngt werden. Bringen Sie nur eine dünne Schicht (etwa 0,5 cm) aus. Reifkompost kann auch als Bestandteil von Blumenerde zum Topfen Verwendung finden, in einer Mischung mit Gartenerde und Sand.

Weiterführende Informationen: