Im Abenteuerland: Garten für Kinder

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Geheime Schlupfwinkel, selbst gesätes Gemüse, verlockend duftende Pflanzen – mit diesen Ideen machen Sie aus Ihrem Garten einen Abenteuer-Spielplatz für Kinder.
Verstecke im Gebüsch
Versteckspiele sind unter Kindern der Hit – manche Pflanzen bieten hierfür tolle Möglichkeiten. Unter Bäumen wie Trauerweiden oder Hängebirken, deren Äste bis zum Boden reichen, fühlen sich Kinder wie in einer anderen Welt. Zu geheimnisvollen Streiftouren lädt ein Bambushain ein, dessen Blätter beim leisesten Windhauch zu rascheln beginnen.
Tipp: Nehmen Sie Bambus-Arten, die keine Wurzelausläufer bilden, wie Fargesien. Ansonsten Rhizomsperre vorsehen!
Wahre Paläste entstehen mit biegsamen Weidenruten, die sich prima zusammen mit Kindern verarbeiten lassen. Stecken Sie dazu im Frühjahr stabile Weidenruten (2–4 m lang, 2–3 cm dick) 30 bis 50 cm tief in die Erde. Um die Stützen schlingen Sie waagrecht einjährige noch biegsame Ruten – fertig ist das Weideniglu.
Unter den herabhängenden Ästen von Trauerweiden haben Kinder ihr eigenes Reich. Foto: Herbie-Fotolia.com
Balancieren schult die Motorik
Kinder testen gerne die eigenen körperlichen Fähigkeiten aus. Zum Kraxeln, Rutschen und Springen sind Böschungen, Hügel und Gräben ideal. Mit 15 m³ Aushubmaterial lässt sich bereits ein passabler Hügel modellieren. Der Weg zum „Gipfel” kann an der steilsten Stelle über ein Kletterseil erfolgen. Ins „Tal” gelangt man über eine Rutsche. Sind die Kinder groß, wird daraus ein Steingarten mit alpinen Gewächsen.
Um die Beweglichkeit der Kinder zu fördern, dient auch ein schlichter, liegender Baumstamm. Fragen Sie im Sägewerk oder beim Forstamt nach, und schrauben Sie den Balancierbalken auf ein Betonfundament.
Ein simples Seil, das in einer Baumkrone hängt, lässt Urwald-Feeling aufkommen. Als Sitz dient ein dicker Knoten im Seil. Unter der Schaukel sichert ein Belag aus Rindenmulch oder Holzhäcksel eine weiche Landung.
In den Baumwipfeln
Haben Sie einen gesunden, starken Baum im Garten und etwas handwerkliches Geschick, können Sie ein Baumhaus in Angriff nehmen. Eiche, Linde, Ahorn oder Hainbuche haben tragfähige Äste. Finger weg von Walnuss, Pappel oder Robinie – ihr Holz ist brüchig. Die Äste sollten ausladend sein, damit sie ein Häuschen aufnehmen können. Ansonsten können Sie die Konstruktion mit einbetonierten Stützen stabilisieren. Das Gewicht des luftigen Domizils sollte so gering wie möglich sein. Verwenden Sie daher zum Beispiel Nut- und Federbretter. Da können auch Kinder eifrig mitbauen.
Selbst Pflanzen ziehen
In der Erde wühlen, Samen ausstreuen und beobachten, wie sie zu stattlichen Pflanzen heranwachsen, sind Erfahrungen, die für Kinder unvergesslich sind. Um die Geduld der kleinen Gärtner nicht übermäßig zu strapazieren, sollten sich schnelle Erfolge einstellen. Diese sind mit Kresse, Radieschen oder Sonnenblumen sicher. Spannend sind auch Zwiebelblumen: Im Herbst kommen sie als unscheinbare Knolle in die Erde und geraten über den Winter in Vergessenheit. Umso größer ist die Überraschung, wenn im Frühjahr mit den ersten Sonnenstrahlen plötzlich Tulpen und Narzissen aus dem Boden sprießen.
Duft aus der Bonbontüte
Oder versuchen Sie es mal mit Gummibärchenblume (Cephalophora, links) und Schokoladen-Kosmee (Cosmos, rechts). Diese Pflanzen halten tatsächlich, was die Namen versprechen – hre Kinder werden den Duft lieben.
Robuster Rasenteppich
Gibt es schließlich noch eine strapazierfähige Rasenfläche, auf der zweibeinige Grashüpfer ausgiebig toben und Ball spielen können, ist das Spielparadies perfekt. Verwenden Sie Strapazier- oder Spielrasen-Mischungen. Zierrasen ist fehl am Platz, denn wegen seiner filigranen Gräser sollte er nur wenig betreten werden. Eine Wiese mit bunten Blumen und Schmetterlingen ist zwar ein faszinierendes Naturspektakel, zum Ballspielen und Toben aber ungeeignet. Es spricht jedoch nichts dagegen, kleinere Bereiche als Wiese zu gestalten.
Wo Kinder klettern, rennen und springen, gibt es allerdings auch Gefahren. Beugen Sie vor! Mehr dazu im PDF-Download:
