I love my Garden – der britische Cottage-Garten

- Foto: Neudorff/epr
Gärtnern – das ist die große Leidenschaft der Briten, und zwar quer durch alle Bevölkerungsschichten: Der einfache Arbeiter hegt sein kleines Stückchen Grün hinterm Haus mit ebenso viel Liebe wie Prince Charles seine Landgüter.
Englische Kulturforscher bescheinigen ihren Landsleuten eine tief verwurzelte Sehnsucht nach der Natur. Kaum verwunderlich also, dass der Garten für Briten eines der wichtigsten Statussymbole ist.
Was in England heute als traditioneller Garten bezeichnet wird, hat seine Wurzeln im Cottagegarten. Dieser geht auf die Selbstversorger-Gärten der armen Landbevölkerung zurück, die meist in reetgedeckten Hütten, den „Cottages”, lebte. Auf den kleinen Parzellen wurden Gemüse, Obst und Kräuter für den Eigenbedarf angebaut. Jedes Fleckchen Erde war kostbar, deshalb tummelten sich die Pflanzen dicht an dicht. Foto: Hartley Botanic/epr
Das zwanglose Durcheinander von Pflanzen schafft eine fröhliche, ungezwungene Atmosphäre. Demgegenüber stehen strukturierende Elemente wie Mauern, Hecken, Pergolen oder Rankgerüste. Sie teilen Räume ein und verschaffen dem Betrachter Orientierung.
Prinz Charles – Vorreiter der Biobewegung
Als der britische Thronfolger vor 25 Jahren begann, seinen Landsitz Highgrove nach ökologischen Kriterien zu bewirtschaften, wurde er milde belächelt. Heute gilt der passionierte Gärtner als Vorreiter der Biobewegung. Sein Ziel war es, einen Garten zu schaffen, der „das Herz erwärmt, das Auge erfreut und die Natur bewahrt”.
(Foto: David Rowley)
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