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Gut in Form: Tipps zum Heckenschnitt

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Foto: bystudio-Fotolia.com

Soll eine Hecke schön dicht wachsen, braucht sie einen regelmäßigen Schnitt. Viele Hobbygärtner greifen erst dann zur Schere, wenn die Hecke ihre Endhöhe erreicht hat. Das ist falsch, denn dann verzweigen sich die Pflanzen nur wenig und bleiben lückenhaft.

Die optimalen Schnittzeitpunkte variieren jedoch, je nach Pflanzenart:

Laubabwerfende Hecken

Alle Hecken, die ihr Laub im Winter abwerfen, sowie Hainbuche und Liguster sollten Sie wegen ihrer Wuchsstärke zweimal im Jahr schneiden: Ende Februar und um den Johannistag (24. Juni). Der Schnitt kurz vor Winterende bewirkt, dass die Hecke zeitig und gleichmäßig neu austreibt. Ende Juni ist günstig, da die Gehölze zu diesem Zeitpunkt ihren ersten Wachstumsschub hinter sich haben. Außerdem sind Jungvögel, die in Heckennestern aufgezogen werden, bis dahin flügge.

Hecke schneiden, Heckenschnitt, HeckenschereStark wachsende Arten wie Feldahorn, Hainbuche und Rotbuche können nach dem Junischnitt schon im August wieder einen Schnitt vertragen. Danach treiben sie noch mal kurz aus, behalten aber ihre Form bis zum nächsten Frühjahr.

Hainbuchenhecken bekommt ein erster Schnitt gegen Winterende sehr gut.

Foto: Chris Lofty-Dreamstime.com

Immergrüne Hecken

Bei immergrünen Hecken reicht in der Regel ein Schnitt pro Jahr, im Juni. Fans von akkuraten grünen Wänden greifen jedoch auch im August nochmal zur Schere. Später sollten Sie jedoch nicht mehr aktiv werden, damit die Zweige vor dem Winter noch in Ruhe ausreifen können.

Düngen nicht vergessen: Besonders bei zwei Schnitten im Jahr brauchen die Pflanzen als Ausgleich genügend Nährstoffe. Verabreichen Sie ihnen im Frühjahr einen organischen oder mineralischen Vorratsdünger.

So gehen Sie beim Schnitt vor

Kürzen Sie zuerst die Seitenflächen der Hecke. Dabei sollten Sie darauf achten, dass die Hecke auf gar keinen Fall nach unten schmaler wird. Die oberen Äste beschatten sonst die unteren, die durch den Lichtmangel verkahlen würden. Schattenverträgliche Arten wie Hainbuche, Eibe oder Thuja können Sie kastenförmig schneiden, alle anderen sollten nach unten breiter zulaufen, damit auch an die unteren Astpartien genügend Sonnenlicht gelangt.

Jetzt ist die Oberseite an der Reihe: Spannen Sie eine Schnur in der gewünschten Endhöhe. Sie hilft, Hügel und Dellen zu vermeiden. Schrägen Sie zum Schluss die Kanten etwas ab, und sammeln Sie das Schnittgut ein.

Geräte zum Heckenschnitt

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Für lange, hohe Hecken lohnt sich die Anschaffung einer elektrischen Heckenschere (Foto links: Bosch). Bewegen Sie beim Arbeiten am besten nur den Oberkörper, und halten Sie das Gerät dabei in einer waagrechten oder senkrechten Position. Für kleinere Hecken reicht eine Handschere (Foto rechts: Wolf). Sie sollte wenig wiegen und über eine gute Hebeltechnik verfügen.

Tipp: Trimmen Sie großblättrige Heckenarten wie Kirschlorbeer lieber mit der Handschere. Sonst ergeben sich braune Blattränder an den Schnittkanten.

Weitere Informationen:

» Pflanzenschnitt für Stauden und Sträucher