Genießen statt gießen

- Foto: Gardena
Wer sich im Sommer öfter mal hitzefrei gönnen möchte, sollte seine Pflanzen gut vorbereiten und auf intelligente Bewässerungssysteme setzen.
Gießen von Hand
Gießkannenschleppen und Schlauch-Chaos können im Sommer ganz schön nerven. Doch Sie können die Gieß-Einsätze reduzieren. Trainieren Sie Ihre Pflanzen, Trockenheit besser zu vertragen:
- Gießen Sie lieber seltener, dafür umso intensiver. So versickert das Wasser auch in tiefere Bodenschichten. Das spornt die Wurzeln an, in die Tiefe zu wachsen. Die Erde kann dann ruhig oberflächlich austrocknen. Die Pflanzen holen sich den Nachschub aus der Tiefe.
- Die richtige Menge: Auf den Blumenbeeten dürfen es ruhig 20 Liter pro Quadratmeter sein, dabei versickert das Wasser etwa 20 cm tief. Beim Rasen sollten Sie den Sprenger mindestens 30 Minuten an derselben Stelle stehen lassen.
- Machen Sie die Spatenprobe: Einstechen, Erde ein wenig auseinanderdrücken und prüfen, ob der Wurzelraum noch feucht ist. Dann kann die Gießkanne noch warten!
- Arbeiten Sie Bodenhilfsstoffe, wie Geohumus, in die Erde ein. Das Granulat speichert Wasser und gibt es bei Bedarf wieder an die Pflanzen ab.
Bewässerungssysteme
Das Schlauchsystem bringt das Wasser direkt an die Wurzeln der Pflanzen. Foto: Gardena
Wer sich das Gießleben noch leichter machen möchte, installiert eine automatische Tröpfchenbewässerung. Dabei werden Verteilerschläuche ober- oder unterirdisch im Garten verlegt. Sie sind mit Tropfern und Sprühdüsen versehen, die die Pflanzen mit dem lebenswichtigen Nass versorgen. Das Wasser gelangt dabei direkt an die Wurzeln und nicht an die Blätter. So verdunstet fast nichts, und gleichzeitig wird der Geldbeutel geschont.
Sie können die Anlage mit einem Bewässerungscomputer kombinieren, der Ihre Pflanzen zu fest programmierten Zeiten versorgt: zum Beispiel um 4 Uhr morgens. Untersuchungen haben ergeben, dass dann am wenigsten Wasser verdunstet.Einmal eingestellt, übernimmt der Bewässerungscomputer selbstständig das Gießen. Foto: Kärcher
Und wenn Sie im Urlaub sind, kommt der Feuchtesensor zum Einsatz. Er prüft den Feuchtegehalt des Bodens und wird erst aktiv, wenn das Wasser wirklich gebraucht wird.
Automatische Bewässerungssysteme gibt es übrigens auch für Balkon- und Zimmerpflanzen. In der Regel ist dazu kein Wasser- oder Stromanschluss nötig, sondern ein Behälter dient als Wasserreservoir.Beim „Tropf-Blumat” dient ein großer Wassereimer als Tankstation. Tonkegel in der Erde versorgen die Pflanzen über ein einfaches Schlauchsystem mit Wasser. Foto: Blumat/Strauss
