Bäume schneiden

- Foto: Fiskars
Baumschnitt für Jungbäume
In den ersten Jahren ist bei allen Jungbäumen noch ein wenig Schnittarbeit nötig, damit sich eine schöne Krone entwickelt.
Prinzipiell sollten Sie immer alle schwachen, beschädigten oder kranken Triebe entfernen. Auch zu dicht stehende oder in die Krone wachsende Äste werden entfernt.
Der Leittrieb sollte sich immer ohne Konkurrenz entwickeln, deshalb werden auch sehr steil stehende Triebe im oberen Kronenbereich entfernt.
So baut sich eine gute Baumkrone auf
Vor allem in den ersten Jahren brauchen Bäume ein bisschen Zuwendung, später sind dagegen kaum mehr Schnitte nötig. Kleiner als eine Krone im Mittelleittrieb bleibt eine Hohlkrone. Dabei wird der Leittrieb gekappt, zugunsten mehrerer gleichrangiger Hauptäste.
- Im Winter des 3. oder 4. Standjahrs entfernen Sie den Leittrieb etwa 30–50 cm oberhalb von 3–5 kräftigen Seitentrieben.
- Aus diesen maximal 5 Seitentrieben entwickelt sich die Krone.
- Nach dem 4. Standjahr wird die Krone meist etwas zu dicht. Entfernen Sie alle kräftigen, aufrecht wachsenden Nebentriebe und sich kreuzenden Zweige.
- In den Folgejahren kappen Sie nur noch zu dicht stehende Äste und alle Triebe, die sich unten am Stamm entwickeln.
Korrekturschnitte an älteren Bäumen sollten Sie auf ein Minimum begrenzen, denn die Wunden stellen immer eine Eintrittspforte für Krankheiten dar. Deshalb sollte das Werkzeug scharf und die Schnittstelle so klein wie möglich sein.
Ist die gewünschte Form erstmal erreicht und hat der Baum genügend Platz, um sich zu entfalten, ist eigentlich keine weitere Pflege nötig.
Buchtipp:
Die Erziehung junger Pflanzen bis zum Auslichten älterer Exemplare wird im Ratgeber Alles über Gehölzschnitt detailliert, mit vielen Fotos und Zeichnungen erklärt. Ulmer, ISBN 978-3-8001-7541-3, 29,90 Euro.
