Stilvoll Regenwasser sammeln: der Behälter im mediterranen Look ist frostfest. Foto: djd/Otto Graf
In den eigenen vier Wänden hat sich das Thema Energiesparen zum Dauerbrenner entwickelt. Aber auch im Garten lässt sich jede Menge fürs Klima tun.
10 Tipps für einen klimafreundlichen Garten:
Bäume: Pflanzen Sie einen Baum. Er spendet nicht nur wohltuenden Schatten, sondern bindet Treibhausgase, filtert Schadstoffe aus der Luft und sorgt für ein angenehmes Kleinklima.
Teich: Wasserspeier oder Springbrunnen können Sie mit Solarkraft betreiben. Die Stärke der Fontäne oder des Wasserflusses ändert sich mit der Sonneneinstrahlung. Nachteil: Keine Sonne – kein Betrieb! Es gibt aber auch Produkte mit Speicher, die zumindest eine Zeit lang nachlaufen.
Die Energie für das Wasserspiel stammt von der Sonne – dank einer Solarpumpe. Foto: Oase GmbH
Düngen: Benutzen Sie Ihren Bioabfall als Dünger. Mineralischer Dünger („Kunstdünger”) erfordert einen hohen Energieaufwand. Sammeln Sie also Laub, Rasenabschnitt und anderen biologischen Abfall auf dem Kompost, und produzieren Sie Ihren eigenen kostenlosen Bio-Dünger.
Gartenerde: Vermeiden Sie Gartenerde, die aus Torf besteht. Sie stammt aus tausende Jahre alten Mooren. Beim Trockenlegen der Moore entstehen Treibhausgase, und zudem schrumpft der Lebensraum der dort lebenden Tiere und Pflanzen. Benutzen Sie Komposterde oder torffreie Erde.
Gemüsebeet: Bauen Sie Obst und Gemüse selbst an. Dies erspart lange Transportwege und somit CO2. Zum Vergleich: 1 kg Öko-Tomaten aus dem Garten oder vom benachbarten Biohof verursacht 35g CO2. Greifen Sie zu Freiland-Tomaten aus Spanien, gehen 600g CO2 auf Ihr Klimakonto.
Geräte: Verzichten Sie wo möglich auf motorisierte Geräte. Diese schaden nicht nur dem Klima, sondern stören auch die Ruhe der Nachbarn. Mechanische Geräte schonen die Umwelt und sind zudem gut für die Fitness, also Harke statt Laubsauger oder Hackbeil statt Häcksler. Den Rasen mit dem Handmäher zu kürzen, sollte für die meisten bis 200 m2 Fläche kein Problem sein. Wenn es der Rasenmäher mit Elektro- oder Benzinmotor sein muss, benutzen Sie einen Rasenmäher mit Katalysator.
Wer seinen Rasen liebt, der schiebt. Für kleine Flächen reicht ein simpler Handrasenmäher. Foto: RazorCut Brill
Beleuchtung: Verwenden Sie Solarleuchten mit Strom aus Solarzellen. Diese können Sie überall im Garten aufstellen. Die Leuchten laden sich tagsüber auf und haben bis zu zwölf Stunden Leuchtkraft. Sogenannte Insel-Solaranlagen sind gut in Schrebergärten einsetzbar und liefern nicht nur Energie für die Beleuchtung, sondern auch für Kühlschrank, Radio oder TV.
Ausstattung: Achten Sie auf die Herkunft, wenn Sie Steinbeläge oder Gartenmöbel für Ihren Garten anschaffen. Kaufen Sie Gartenmöbel aus nachhaltig erwirtschaftetem Holz, erkennbar am FSC-Logo. Das ist vor allem wichtig bei Möbeln aus Tropenholz. Bestellen Sie die Pflaster für Garten und Einfahrt lieber im nächsten Steinbruch. So vermeiden Sie den Energieaufwand für lange Transportwege.
Gartenhaus: Belüften und heizen Sie Ihr Gartenhaus mit einem solaren Luftkollektor. Aus Solarzellen gewonnener Strom treibt einen Ventilator an, der Außenluft erwärmt und ins Gebäude abgibt. Der Luftkollektor verursacht keine Betriebskosten und arbeitet vollautomatisch. Luftkollektoren sind vor allem dann sinnvoll, wenn das Haus nicht ständig besetzt ist. Aufwärmphasen werden kürzer, und abgestandene Luft und Modergeruch sind Schnee von gestern
Regenwasser: Sammeln Sie Regenwasser. In Regentonnen aufgefangenes Wasser lässt sich für die Waschmaschine, die Toilettenspülung oder für die Bewässerung des Gartens nutzen. Besitzer einer Regenwassernutzungsanlage müssen weiterhin Abwassergebühr bezahlen. Diese Gebühr lässt sich umgehen, wenn Sie nachweisen können, dass das aufgefangene Wasser nur für den Garten benutzt wird, also auf dem eigenen Grundstück versickert.