Photovoltaik lohnt sich – auch bei sinkender Vergütung
Schritt für Schritt, meist zum Jahresbeginn, wird die Vergütung von eingespeistem Strom aus Photovoltaik-Anlagen gekürzt. Da aber gleichzeitig die Kosten für eine Solarstrom-Anlage immer mehr zurückgehen, wird die hauseigene Stromerzeugung weiterhin eine lohnende Sache bleiben. Außerdem wird der Eigenverbrauch des PV-Stroms immer interessanter.
Die Höhe der Vergütung hängt von der dazu gebauten Modulfläche ab: Je mehr Anlagen auf Deutschlands Dächern oder auf Freiflächen installiert werden, desto höher sind die Kürzungen. Für 2012 hat der Gesetzgeber festgelegt, dass eine Kilowattstunde Solarstrom von einer neuen Photovoltaik-Anlage (Spitzenleistung bis 30 Kilowatt) mit 24,43 Cent vergütet wird. 2011 waren es noch 28,74 Cent.
Die genauen Zahlen zu den verschiedenen Anlagetypen erhalten Sie hier: Solarstrom-Vergütungssätze 2012 » (Mein EigenHeim-PDF).
Wir wollten von den Mein EigenHeim-Lesern wissen, was sie von den Kürzungen halten. Das Ergebnis unserer Online-Umfrage zeigt deutlich - unsere Leser haben eine andere Meinung als die Politik:
- 68% finden die Kürzung nicht gut und meinen, dass die Nutzung erneuerbarer Energien weiter belohnt werden sollte.
- 25% dagegen finden die Kürzung gut, denn von einer hohen Vergütung würden nur wenige profitieren.
- Und nur 7% ist das Thema egal.
Solarstrom bleibt dennoch attraktiv
Auch wenn die Kürzung die Renditen schmälert, bleibt Solarstrom für Privathaushalte lukrativ. Denn Solaranlagen haben sich seit 2006 nach Angabe des Bundesverbandes Solarwirtschaft (BSW) um mehr als 40 Prozent verbilligt.
Eigenverbrauch immer lohnender
In den letzten Jahren war die Garantievergütung deutlich höher als das, was herkömmlich produzierter Strom kostet. Es war deshalb zweifellos lukrativer, den eigenen Solarstrom komplett ins öffentliche Netz einzuspeisen.
Inzwischen liegen Vergütung und Strompreis fast schon gleichauf – und so stellt sich für Besitzer einer Solarstromanlage die Frage, ob nicht der Eigenverbrauch zur lohnenden Alternative wird. Zwar liegt die Vergütung für selbst verbrauchten Solarstrom niedriger als für eingespeisten. Doch zur Vergütung können noch die eingesparten Stromkosten hinzu addiert werden, also nochmals deutlich über 20 Cent pro Kilowattstunde. Die genauen Vergütungssätze für den Eigenverbrauch müssen individuell kalkuliert werden, bevor die Frage „Eigenverbrauch oder Einspeisung?” beantwortet werden kann.
Technische Voraussetzung für den Eigenverbrauch ist ein sogenannter Zweirichtungs-Stromzähler. Er hat zwei Zählwerke. Eines registriert die ins öffentliche Netz eingespeiste Menge an Solarstrom, das andere den vom Energieversorger aus dem Netz bezogenen Strom. Da auch die gesamte Strommenge erfasst wird, die die Photovoltaik-Anlage erzeugt, lässt sich daraus leicht der Eigenverbrauch errechnen.
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