Multimedia im Haus: Anschluss an die Zukunft

- Ein „Info Terminal Touch” erlaubt die übersichtliche Steuerung aller BUS-Anwendungen. (Foto: Gira)
Nichts ist so alt wie die Unterhaltungselektronik von gestern. Umso wichtiger, dass Sie in Haus oder Wohnung die richtige Basis für automatische Steuerungen, für Heimkino, Home-Office und moderne Kommunikation schaffen.
Hausautomation bedeutet zum einen, allerlei Steuerungen im Haus per Knopfdruck oder Funksignal zu regeln: Rollladenautomatik, Bewegungsmelder, Licht- und Heizungssteuerung, Garagentor... Die automatisierten Anwendungen dienen nicht allein der Bequemlichkeit, sondern auch der Sicherheit, dem Energiesparen und der Langlebigkeit vieler Produkte. Türstationen informieren über ungebetene Gäste. Bei Sonnenuntergang schließende Rollläden schützen vor Wärmeverlusten, sie reduzieren den Energieverlust über die Fenster um bis zu einem Drittel. Markisen mit Windsensor und Automatik-Steuerung überstehen Herbststürme und plötzliche Unwetter.
Per Funk kann die Haustür bequem geöffnet und verriegelt werden, auch die Vergabe einer PIN ist möglich. (Foto: Abus)
Modular und vernetzt
Mit der Bündelung verschiedener Anwendungen erreicht man Schritt für Schritt das intelligente Haus: Ein Tipp auf den Schalter „Haus wird verlassen” – und schon werden Stromkreise abgeschaltet und Sicherheitsfunktionen aktiviert. Die Heizung wird gedrosselt, die Herdplatte ist garantiert ausgeschaltet, ebenso die Beleuchtung. Rollläden öffnen und schließen nach dem Zufallsprinzip, um Anwesenheit zu simulieren...
Egal, ob Sie – zum Beispiel für die Nachrüstung im Altbau - kabellose Home-Control-Anwendungen auf Funkbasis wählen oder die mit mehr Installationsaufwand verbundene „große Lösung” BUS-Technik: Die Systeme sind modular aufgebaut und können ganz nach Wunsch erweitert werden.
Kino und Konzertsaal
Mit der Digitalisierung kommt die Welt ins Haus. Was bisher Radio, TV und Telefon vorbehalten war, erhält mit Internet, Satellitentechnik und WLAN-Anschluss eine ganz neue Dimension. Tausende Radio- und Fernsehsender, der Anschluss an soziale Netzwerke... Dazu hochwertige Endgeräte wie hochauflösende Fernsehbildschirme oder Soundsysteme, die jedes Zimmer in einen kleinen Konzertsaal verwandeln. Wie Sie Ihren Kabel- und Telefonanschluss multimediafähig machen, erklärt unser Leitfaden zum Downloaden (s. ganz unten).
Gegenwart und Zukunft
Wichtig ist, dass Ihre Elektroinstallation den neuen Anwendungen standhält und möglichst ausbaufähig ist. In bestehenden Gebäuden bringt ein E-Check durch den Elektrohandwerker Aufschluss darüber. Wenn Sie neu bauen oder grundlegend sanieren, sollten Sie als Basisausstattung Leerrohre für Radio, TV und Telefon sternförmig vom zentralen Hausanschluss in Wohn-, Kinder- und Schlafzimmer sowie ins Home-Office einplanen. Ändern sich die Standards, können in den Leerrohren verlegte Kabel später mit wenig Aufwand ausgetauscht oder ergänzt werden. Ebenfalls wichtig: genügend Antennen- und Elektroanschlüsse. Sparen Sie also nicht an der falschen Stelle! (mehr Infos im Beitrag unten: Elektroinstallation – sicher und komfortabel)Überlegen Sie, wo die Computer-Schaltzentrale des Hauses Platz finden könnte – die üblichen Grundrisse planen diese Funktion selten ein. So kommt es, dass der PC in einer kühlen Schlafzimmer-Nische mehr schlecht als recht untergebracht ist oder ständig vom Wohn- ins Esszimmer getragen wird – und überall stört. Von dieser Zentrale aus können Sie dann sowohl das Haus-Intranet steuern, Ihr Home-Office betreiben sowie die externe Kommunikation abwickeln. (Foto: Gira)
- Planen Sie die Elektroinstallation für jedes einzelne Zimmer mit dem interaktiven Planungsprogramm Raumplaner online (www.elektro-plus.com/raumplaner-elektroinstallation.html)

