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Photovoltaik: Technik und Kosten

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Foto: Westfa

Wer sich ein eigenes Solar-Kraftwerk aufs Dach setzt, gewinnt nicht nur Sonnenstrom. Er verdient auch bares Geld. Denn der Verkauf des Stroms lohnt sich.

Kosten und Nutzen

Der erste Planungsschritt ist eine Analyse der Rentabilität. Hierzu sollte das Dach zuerst von einem erfahrenen Installateur begutachtet werden. Er klärt folgende Fragen:

Welche unverschatteten Flächen stehen zur Verfügung? Ein Vier-Personen-Haushalt verbraucht im Jahr rund 4.000 Kilowattstunden Strom. Um diese Menge zu erwirtschaften, ist eine 5-Kilowatt-PV-Anlage nötig – macht etwa 40 Quadratmeter Solarmodule auf dem Dach. Die Kosten hierfür sinken derzeit durch die preisgünstigen Module, die meist aus China importiert werden. Sie liegen derzeit nach Angaben des Fachmagazins Photon bei unter 15.000 Euro.

Welche Montageart ist vorteilhaft? Es gibt Aufdachanlagen und dachintegrierte Anlagen. Welche man wählt, hängt unter anderem auch vom Zustand und der Tragfähigkeit der bestehenden Dacheindeckung ab. Wenn die Eindeckung erneuert werden muss, spart man mit einer integrierten Anlage die entsprechende Fläche an Dachziegeln. Bei Aufdachanlagen wiederum sind die Module besser hinterlüftet und dadurch eventuell etwas ertragreicher. Viele weitere Planungsdetails finden Sie in unserem Beitrag: Planung und Montage von Photovoltaik-Anlagen ».

Welche Erträge sind zu erwarten? Die Ertragsprognose setzt sich zusammen aus lokalen Klimadaten, der Neigung und der Himmelsrichtung des Daches sowie der gesetzlich geregelten Vergütung für den eingespeisten oder auch den selbst verbrauchten Solarstrom, den der örtliche Energieversorger 20 Jahre lang an private Solar-Kraftwerksbetreiber zahlen muss. Die aktuellen Vergütungssätze nach dem Erneuerbaren-Energien-Gesetz (EEG) finden Sie hier: Solarstrom-Vergütungssätze 2012 ».
 (PDF-Download unten).

Daraus besteht eine PV-Anlage

Grafik: Solarpraxis/Krannich-Solar

Solarstrom ist zunächst Gleichstrom. Da im Stromnetz Wechselstrom zirkuliert, benötigt jede netzgekoppelte Solaranlage einen Wechselrichter zur Umwandlung von Gleich- in Wechselstrom. Doch die Hauptsache spielt sich auf dem Dach ab:
Hier übernehmen Solarzellen die Leitung des entstehenden Stromflusses. Sie bestehen im Allgemeinen aus Silizium. Unterschieden werden nach der Ausrichtung der Siliziumkristalle monokristalline und polykristalline Zellen. Der Wirkungsgrad, also das Verhältnis der nutzbaren zur eingesetzten Energie, beträgt bei monokristallinen Solarzellen (unter Laborbedingungen) 14 bis 17 Prozent. Die etwas günstigeren polykristallinen Zellen bringen es auf maximal 13 bis 15 Prozent. Neue Materialien kommen zwar auf keine so hohen Wirkungsgrade, sind dafür aber zum Teil deutlich günstiger zu produzieren. Deshalb wird zum Beispiel der Dünnschicht-Technologie eine große Zukunft vorher gesagt. Solarzellen sind in Reihe zu Photovoltaikmodulen zusammengeschaltet und in schützende Glas- oder Kunststoffscheiben gebettet.

Interview: Fragen an den Experten

Weitere Punkte, die auf dem Weg zur eigenen Photovoltaik-Anlage zu beachten sind, nennt Kurt Krannich. Er ist Geschäftsführer von Krannich Solar, einem Photovoltaik-Unternehmen der ersten Stunde.

 

 

Welche Häuser sind für Photovoltaikanlagen geeignet?
„Es gibt für jede Gebäude- und Dachart die passende Lösung, wenn die statischen Voraussetzungen gegeben sind. Vom Flachdach bis 45 Grad Neigung ist die Montage einer PV-Anlage möglich. Optimal ist eine Dachneigung von 28 Grad und Südost- bis Südwestausrichtungen.”
Ist die nachträgliche Installation möglich?
„Stimmt die Statik, kann fast auf jedem Gebäude nachträglich eine PV-Anlage angebracht werden. Wer beim Neubau die spätere Installation vorbereiten möchte, sollte sich von einem PV-Installateur beraten lassen. Anschlüsse und Leitungen können mit wenig Aufwand schon beim Bau des Hauses gelegt werden.”
Die staatliche Garantievergütung wird jedes Jahr ein Stück weit zurückgefahren …
„… aber auch die Preise für Solarstromanlagen sinken und gleichen damit die Reduzierung der Einspeisevergütung aus. Für den Kunden macht es also keinen Unterschied. Die Solarstromerzeugung bleibt genauso rentabel.”

Stand: 2012

Weiterführende Informationen: