Holz – Baustoff mit Charakter

- Foto: Isartaler Holzhaus
Holz ist eines der ältesten Baumaterialien der Menschheit. Ebenso wird es heutigen Anforderungen an zeitgemäßes, ökologisches und vor allem energieeffizientes Bauen und Wohnen gerecht. Wenn auch Sie den Wunsch hegen, umweltbewusst zu bauen und gesund zu wohnen, könnte ein Holzhaus die Antwort sein.
Auch wenn die industrielle Vorfertigung im Holzfertigbau einen großen Raum einnimmt, wird die traditionelle Handwerkskunst nicht völlig ersetzt. Massivholzhäuser können sogar als Bausätze gekauft und unter Anleitung in Eigenregie Bohle für Bohle gebaut werden. Und der Dachstuhl wird bei fast allen Fertighäusern wie eh und je vom Zimmermann vor Ort errichtet, aus maßgenau zugerichteten Balken. (Foto: Willi Mayer)
Beim Holzfertigbau werden die vorgegebenen Typenhäuser den persönlichen Bedürfnissen der Bauherren, den Vorgaben des Bebauungsplans oder den finanziellen Kapazitäten angepasst. Parallel geht der Trend zum frei und individuell geplanten Architektenhaus, das von größeren Zimmereien oder industriell in Holzleichtbauweise errichtet wird. (Foto: Stommel-Haus)
Während beim Massivholzbau vor allem das angenehme Raumklima mit Wohlfühlcharakter im Vordergrund stehen, zeigen sich Holzrahmenkonstruktionen als wahre Verwandlungskünstler: Holzbalkendecken, mit Holz verschalte, verputzte oder verklinkerte Fassaden – all das ist ganz den Wünschen der Bauherren überlassen. Jedes Holzhaus erhält so seine unverwechselbare, ganz eigene Optik.
(Foto: Fullwood)
Schöne Fassade
Dass sich Holzfassaden charaktervoll hervortun, ist für echte Holzfans keine Frage. Für sie geht es höchstens um die Alternative: Soll das Fassadenholz gestrichen werden oder naturbelassen bleiben?
Ob streichen oder nicht, konstruktiver Holzschutz ist in jedem Fall zu empfehlen. Das bedeutet: große Dachüberstände, ein ausreichender Spritzschutz-Abstand zwischen Unterkante Fassade und Oberkante Gelände sowie das Vermeiden von stehendem Wasser in Rissen und Fugen. Wichtig ist, dass nass gewordenes Holz die Möglichkeit hat, immer wieder abzutrocknen. (Foto: Klimaholzhaus)
Ökologie und Energie
Nicht zuletzt leisten Holzhäuser einen erheblichen Beitrag zum Klimaschutz. Der nachwachsende Rohstoff zeigt sich klimaneutral, lässt sich recyceln und setzt, wenn er am Ende des Kreislaufs verbrannt wird, nur so viel CO2 frei, wie das Holz während seines Wachstums gebunden hat. Ein Haus in Holzleichtbauweise enthält rund 15 Tonnen Holz und entlastet die Atmosphäre um 27,75 Tonnen CO2. Bei einem Massivholzhaus werden sogar rund 48 Tonnen Holz verbaut – das macht über 43 Tonnen gespeichertes CO2. (Foto: Klimaholzhaus)
Fertighäuser erfüllen die Anforderungen der Energieeinsparverordnung spielend. In Verbindung mit sparsamer Haus- und Heiztechnik sind KfW-Effizienzhäuser und Passivhäuser nicht mehr die Ausnahme, sondern fast schon Standard.
Und wie ein schlüsselfertiges Holzhaus entsteht, zeigen wir hier – inklusive Videofilm »
