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Fertighäuser: Schlüsselfertiges Bauen

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Blick in ein Bemusterungszentrum. Foto: Weber-Haus

Wer schlüsselfertig baut, legt die Verantwortung für die komplette Bauphase in die Hände eines Generalunternehmers. Umso wichtiger ist das Engagement des Bauherrn deshalb schon während der Planungsphase. Denn jede nachträgliche Änderung wird teuer.

Schlüsselfertige Häuser werden im Massivbau ebenso angeboten wie im Holzfertigbau. Hochmoderne und computergesteuerte Produktionsweisen von Holztafelelementen oder massiven Modulen erlauben auch im Fertighausbau ein Maximum an Gestaltungsfreiheit – je weniger tragende Innenwände, desto mehr Flexibilität.

Der Käufer hat also große individuelle Gestaltungsmöglichkeiten beim Grundrisszuschnitt, bei der Fassadenoptik und bei vielen weiteren Details. Allerdings sollte ein Fertighaus-Bauherr genau wissen, was er will.

Fertighaus-Schlüsselfertig-Neubau-Einfamilienhaus-Bauherr-HolzleichtbauDenn wenn die Holzelemente erst einmal im automatischen Produktionsprozess sind, sind die wichtigsten Würfel bereits gefallen. Nachträgliche Änderungen sind aufwendig und werden teuer.
Vorfertigung von Holztafel-Wandelementen in einer Werkhalle. Foto: Schwörer-Haus

Geht nicht – gibt’s nicht

Der Schlüsselfertig-Anbieter führt genau das aus, was im Kaufvertrag festgeschrieben ist. Damit in diesen Vertrag alle Wünsche und Vorstellungen des Bauherrn Eingang finden, gibt es von Seiten der Hausfirmen nicht nur Verkaufsgespräche, sondern auch vertiefende Fachberatungen, Bemusterungen oder der Öffentlichkeit zugängliche Musterhäuser.

Video-Holz-fertighaus-herstellung HolzhausPlanung und Fertigung eines Holzfertighauses – zum Video »

Ebenso wichtig ist, dass sich die Bauherren-Familie im Klaren über ihre persönlichen Vorgaben, ihren Geschmack und ihre Bedürfnisse ist. Denn der Markt der Schlüsselfertig-Angebote ist extrem vielfältig und flexibel – das zeigen auch die Häuser, die wir Ihnen thematisch sortiert, mit Grundrissen, technischen Daten und Preisangaben auf unseren PDF-Übersichten (unten) präsentieren.

Angebote richtig lesen

Über die reine Inspiration hinaus können Sie die Bilder und Bautafeln auch als wichtige Lektion in Sachen Bauherren-Schulung verstehen. Denn es ist sehr wichtig, die Angebote und ausführlichen Leistungsverzeichnisse richtig zu lesen: Sie müssen die oftmals werblich eingefärbten Aussagen auf ihren technischen Kern reduzieren.

Ebenso kann der Besuch eines Musterhauses genutzt werden: Hier haben die Hersteller keine „abgespeckte” Grundversion eines Hauses gebaut. Sie zeigen vielmehr, welche baulichen und technischen Extras möglich sind. Lassen Sie sich vom schönen Schein deshalb nicht zu sehr blenden – fragen Sie, welche Ausstattungsdetails im Grundpreis des Hauses enthalten sind und was die Sonderausstattungen kosten.

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Dieses Fertighaus präsentiert sein Konstruktionsmaterial Holz auch als Fassadenverkleidung. Foto: Schwörer-Haus

Mehrstufig

Die Entscheidung über Aussehen und Ausstattung des schlüsselfertigen Eigenheims fällt in mehreren Schritten. Architektur und Grundriss stehen an erster Stelle, gefolgt von bau- und haustechnischen Details. Frühzeitig wird der gewünschte Energiestandard festgelegt, denn er betrifft sowohl den Wandaufbau als auch die Wahl von Fenstern und Heizanlage. Die Unterschrift unter den Kaufvertrag betrifft dann Ihren individuell angepassten Hausentwurf, lässt aber noch Spielraum bezüglich der Ausstattungsdetails im Innenausbau. Hierfür bleiben noch ein paar Monate Zeit, während der Ihr Haushersteller die Haushülle komplett vorfertigt. In diese Zeitspanne fällt die sogenannte Bemusterung.

Bei dieser meist zweitägige Veranstaltung werden vor Ort bei Ihrem Haushersteller alle Ausstattungsdetails ausgewählt und in einem zweiten Kaufvertrag festgelegt. Größere Anbieter haben eigene Bemusterungszentren mit großen Ausstellungsflächen für alle Räume und Materialien. Bei der Bemusterung wird mit spitzem Stift hin und her gerechnet: Welches Fliesendesign soll es sein? Und verzichtet man zugunsten eines Parkettbodens im Wohnzimmer lieber auf die Designer-Haustür? Sie sollten auf jeden Fall den Gesamtetat für Ihre Sonderwünsche genau kennen.

Schließlich sind alle Sonderwünsche, Preise, Termine und Zahlungsmodalitäten schriftlich fixiert. Achten Sie darauf, dass schwammige Formulierungen erklärt werden: Markenfabrikate, hochwertige Ausstattung, Energiespartechnik – alles schöne Begriffe. Doch besser sind Zahlen, Fakten, Fabrikate. Verknüpfen Sie die Leistungen möglichst exakt mit einem Terminplan und achten Sie darauf, dass der Festpreis Ihres Vertragspartners bis zum Ende dieses Terminplans, also der Bauabnahme, gilt. Und bezahlen Sie erst nach Leistungserbringung.

Planung und Fertigung eines Holzfertighauses:

Video
Weiterführende Informationen: