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Energiesparmaßnahme Dachausbau

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Dachgeschosse zählen heute zu den bevorzugten Wohnlagen. Wer an einen Ausbau denkt, kann durch kluge Planung nicht nur neuen Wohnraum schaffen, sondern seine Immobilie gleichzeitig auch energetisch aufbessern. Beides trägt zur Wertsteigerung der eigenen vier Wände bei.

Aufs Dach gehören qualifizierte Handwerker. Von mindestens dreien lässt man sich in der Planungsphase ein Angebot machen.

Bauplanung
Wer sein Dach „nur” neu eindecken lassen will, sollte auch den Dachstuhl überprüfen. Gegebenenfalls müssen alte Balken ausgetauscht oder verstärkt werden. Dächer sollten auch ohne Deckung dicht sein. Unterspannbahnen übernehmen diese Aufgabe und können bei der Neudeckung eingebaut werden. Ideal verbinden lässt sich mit der Neudeckung außerdem der Einbau von Solarkollektoren zur Warmwasserbereitung oder von Solarzellen zur Stromerzeugung.

Fenster sorgen für Wohnqualität
Auch über mehr Fensterfläche sollte man nachdenken, wenn man Hand ans Dach legt. Sie macht den Raum zum Aussichtspunkt und steigert die Wohnqualität. Kleine Dachflächenfenster dürfen in den meisten Bundesländern genehmigungsfrei eingebaut werden. Bei größeren ist meist eine Baugenehmigung notwendig. Erkundigen Sie sich rechtzeitig beim örtlichen Baurechtsamt.

Dachflächenfenster sind im Allgemeinen preiswerter als Gauben vergleichbarer Größe. Letztere schaffen jedoch mehr Raumvolumen. Ansatzweise gelingt das beim Dachfenster mit sogenannten Aufkeilrahmen.

Vorschriften beim Dachausbau
Grundsätzlich schreibt der Gesetzgeber vor:


Energieeinsparverordnung (EnEV)
Bei Modernisierung von Dacheindeckung, Dachausbau und neuer Innenbekleidung schreibt die EnEV einen U-Wert (Wärmedurchgangskoeffizient) von 0,3 W/m2K vor. Und genau dort setzen dann auch die Energieeinsparmöglichkeiten an. In der Regel entspricht diese Anforderung einer Dämmstoffdicke im Dach von mindestens 16 cm. Kosten für die Dämmung entstehen weniger durch das Material selbst, sondern mehr durch den Einbau. Vor dem Hintergrund steigender Energiekosten sollte man daher eine möglichst dicke Dämmung wählen.

Konstruktionen
Beim Dachausbau ohne Neudeckung kommen bei entsprechender Sparrendicke eine Zwischensparrendämmung, bei schlanken Sparren deren Aufdoppelung oder eine Untersparrendämmung in Frage. Bei letzterer verliert man zwar Raumhöhe, hat aber eine durchgehende Dämmschicht mit wenigen Anschlussfugen.

Bei Dachneudeckung kann man sich für eine Aufsparrendämmung oder ein Massivdach aus Porenbeton entscheiden. Dabei muss allerdings immer die mögliche Dachhöhe berücksichtigt werden.

Manche Dachformen eignen sich für den Ausbau besonders gut. Welche das sind, erfahren Sie in unserem Download „Für den Ausbau geeignete Dachformen”.

Weiterführende Informationen: